Autoren von der Insel Fehmarn

Hier stellen wir Ihnen Autoren und Autorinnen von der Insel Fehmarn vor.
Von plattdeutsch bis hochdeutsch, von Geschichtenerzählern, Gedichteverfassern, Krimiautoren, Sachbuchautoren, Romanschreibern, von lebenden und verstorbenen …

Stadtbücherei

Stadtbücherei Fehmarn

Burg, Bahnhofstraße 47, 23769 Fehmarn
Telefon: 0 43 71 - 506 144
Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. von 09.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Mo., Di., Do., Fr. von 14.30 Uhr bis 18.30 Uhr
www.stadtbuecherei-fehmarn.de

Karola Balzer-Joyce

Lesung 20191122 ERCC DSC05669 Balzer 1 bearbAutorin Karola Balzer-Joyce lebt und arbeitet als Ärtzin auf der Insel Fehmarn. Prägend war eine Zeit in ihrem Leben, die sie bis heute mit Irland verbindet, denn sie war sieben Jahre mit einem irischen Farmer verheiratet und führte eine Landarztpraxis an der Westküste Irlands. Ihre Zeit in Irland blieb ihr unvergessen und sie verbrachte weiterhin viele Wochen im Jahr auf der grünen Insel, in denen sie ihre lyrischen Impressionen verfasste. Mit Fotos und Malerei hat sie ein Geschenkbüchlein herausgebracht.

„Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und suche den Frieden in der Stille.“

Publikationen:
„Irische Tagebuchbriefe“
„Meine Jugend in Chemnitz“
Lyrik in verschiedenen Anthologien
Lyrik in Jahrbüchern „Für das neue Gedicht“ (Brentano Verlag)
"Lyrische Impressionen aus Irland" (Medien Agentur Czellnik)

Edmund Ferner

Ferner EdmundEdmund Ferner hat sich durch Veröffentlichungen und als Reiseleiter einen Namen gemacht. 2009 brachte er das Buch »Deutsch-polnischer Treibsand« und verfasste später das Drehbuch "Lustvolles Leben, ein wahrer Traum" – Ein Interview mit Hemingway zur Nachtzeit, das als Bühnenstück aufgeführt wurde.

Pionier der Völkerfreundschaft
Edmund Ferner gilt als »Pionier der Völkerfreundschaft«. Besonders am Herzen lag ihm immer die Gestaltung einer mitmenschlichen Freundschaftsbrücke zwischen Russen und Deutschen der Nachkriegsgeneration. Als Landeskulturreferent der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Schleswig-Holstein hat sich der Idealist seit Jahrzehnten besonders verdient gemacht, das Anliegen der Landsleute in der alten Heimat und in Schleswig-Holstein, Selbstbestimmung und Kultur zu sichern.

Klaus Groth

Klaus Groth

Eng verbunden mit der Insel ist auch der bekannte niederdeutsche Autor Klaus Groth, der hier auf Fehmarn von 1847 bis 1853 in Landkirchen lebte. Viele Gedichte und Geschichten sind auf Fehmarn entstanden und besonders ist hier sein größtes Werk, der Quickborn, zu erwähnen. Im Jahr 1852 wurde es veröffentlicht. Dieses Werk sorgte in ganz Schleswig- Holstein zur Wiederbelebung der plattdeutschen Sprache. Klaus Groth steht auch im engen Zusammenhang mit der Landkirchener Kirche, die neben allen anderen Gotteshäusern auf der Insel sehr sehenswert ist. Sein Freund Leonard Selle war Organist an der St. Petri-Kirche. Klaus Groth und Leonard Selle bewohnten das Organistenhaus in Landkirchen, und Selle vertonte viele der von Groth geschriebenen Liedern.
Bekannte Gedichte und Lieder sind hier entstanden!
„Lütt Matten de Haas", „Mien Jehann" und „Mien Moderspraak" sind mit die bekanntesten Werke.


Klaus-Groth Wohnhaus

Michael Kirchner

Kirchner Michael P1060939 Über 35 Jahre war Michael Kirchner unterwegs als "Schreiberling" im Norden Ostholsteins. So lange lasen die Bewohner der Insel Fehmarn und des benachbarten Festlandes die Zeitungsberichte des Redakteurs Michael Kirchner. Zunächst war er Mitarbeiter im Fehmarnschen Tageblatt, 1989 wechselte er dann zu den Lübecker Nachrichten. Als gebürtiger Lübecker (Abitur am Johanneum) mit Lieblingsfächern Deutsch, Musik und Kunst sind Kirchner von Kindesbeinen an eine künstlerische Ader und eine flotte Schreibe zu eigen, die beim täglichen Verfassen von Nachrichten und Zeitungsartikeln freilich nicht immer voll ausgelebt werden können. Seiner Freude am Dichten und Reimen konnte er nur im stillen Kämmerlein frönen. Im Jahre 1990 überraschte Michael Kirchner dann die Öffentlich mit seinem kleinen Büchlein "Wind von vorn",

Inge Krausbeck

Inge Krausbeck war seit Beginn der Neunziger als Kinderärztin mit eigener Praxis in Burg tätig, ihr Ehemann Wolfgang ist Chirurg, auch mit eigener Praxis. Wie es dazu kam, dass Inge Krausbeck in Prag mitten drin war, als die Mauer fiel, das hat sie zum zwanzigjährigen Jahrestag veröffentlicht.
Fassungslos vernimmt Inge Krausbeck im Februar 1988 am Telefon den vollkommen unerwarteten Entschluss ihres Mannes, von einem Verwandtenbesuch in Westdeutschland nicht nach Hause zu kommen – und weiß zunächst keine Antwort auf seine Frage: „Kommt Ihr nach?“ Inge Krausbeck lebt gerne in der DDR. Drei abgelehnte Ausreiseanträge, zwanzig Monate und zahllose Schikanen später sieht die Ärztin ihr Heimatland in einem ganz anderen Licht und nur noch einen Ausweg: die westdeutsche Botschaft in Prag. Es ist der Sommer 89. Inge Krausbecks Erinnerungen, Auszüge aus ihrer Stasiakte und aus Briefen aller Familienmitglieder machen einen spannungsgeladenen „Abschied von der DDR“ lebendig.

Helmut H. Krüger

Krueger Helmut CC 20191012 DSC05220 webwurde 1938 in Neustettin in Pommern geboren und lebt seit 1963 auf Fehmarn.

Von dem damaligen Verleger des Fehmarnschen Tageblattes Henning Wolff wurde er ermutigt, seine Gedichte der Öffentlichkeit vorzustellen. Seit ungefähr 50 Jahren erscheinen sie vorwiegend in dieser Tageszeitung.

Im Jahr 2013 wurde “Mit Herrn Krause durch das Jahr” sein erster Gedichtband veröffentlicht. 2015 folgte mit “Gedichte für den Alltag” ein weiteres Buch und 2018 „Gedankenflüge von Fehmarn in die Welt“, das er gemeinsam mit Walter Neiß veröffentlicht hat. Hier stellt er die unterschiedlichen Arten seiner Gedichte vor: Ernst bis heiter, von Balladen bis Vierzeiler und nicht zuletzt Limericks, die zu seiner Leidenschaft geworden sind.

Ryka Krüger

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Ryka Krüger

lebt auf der Ostseeinsel Fehmarn.
Nachdem sie 30 Jahre lang die Insel immer wieder besuchte, ließ sie sich im Jahr 2005 dauerhaft auf Fehmarn nieder.

Neben ihren geliebten Strandspaziergängen engagiert sich die Ergo-und Atemtherapeutin auch vielfältig im Ehrenamt.

Die Ursprünglichkeit der Natur, die Ruhe und Besinnlichkeit, die besonders in den Herbst-und Wintermonaten erfahrbar ist, sowie das kontrastreiche Farbspiel von Himmel, Wolken und Meer inspirierten Ryka Krüger, diese Atmosphäre mit der Camera einzufangen und das Buch "Fehmarn im Winterlicht" zusammenzustellen (ISBN 978-3947636020)

Ryka Ulrike Krüger | Burg auf Fehmarn

Walter Meß

Walter MessDie plattdeutsche Mundart pflegen und erhalten

Walter Meß pflegt die plattdeutsche Sprache, hält Vorträge und führt durch die Landkirchener Kirche und über die Insel. Er ist Mitbegründer der Klaus-Groth-Stuv in der Grundschule in Landkirchen und Leiter der „Plattdüütschen Runn" der VHS. So ist in Landkirchen in der noch bestehenden Grundschule Klaus Groth zum Gedenken die „Klaus-Groth-Stuuv" entstanden. Hier haben die Schüler noch die Möglichkeit plattdeutsch zu lernen und zu pflegen, und sie sind alle mit sehr viel Freude dabei. So werden überall auf der Insel in Schulen, in verschiedenen Theatergruppen, Vereinen und Gilden Versuche unternommen, die plattdeutsche Mundart zu pflegen und zu erhalten. Besonders auch nunmehr schon seit zwanzig Jahren in der „Plattdüütschen Runn", die der Volkshochschule der Insel angeschlossen ist. „Plattdüüsch schall leeven" heißt es hier immer am Ende eines plattdeutschen Abends, und man ist stolz darauf, wieder etwas für die heimatliche Muttersprache getan zu haben. Bei vielen Veranstaltungen auf der Insel wird Ihnen also die plattdeutsche fehmarnsche Sprache begegnen. Fragen Sie nach, man wird Ihnen freundlich Antwort geben. Plattdüütsch schall leeven!

Walter Neiß

neiss walter portraitWalter Neiß wurde 1950 in Bottrop geboren und lebte ab1953 zusammen mit Eltern und Bruder in Leck in Nordfriesland (damals noch Kreis Südtondern). Nach der Pensionierung zog er im Jahr 2005 mit seiner Frau Helga, einer gebürtigen Insulanerin, nach Fehmarn.
Seine schulischen Interessen lagen immer mehr im mathematischen, technischen oder physikalischen Bereich, sodass er schließlich bei der Bundeswehr das Studium zum Elektroingenieur abschloss.
Warum er mit dieser technisch-naturwissenschaftlichen Ausrichtung zur Poesie kam, erklärt sich Walter Neiß so: „Ich war seit meiner Kindheit wohl schon immer ein kleiner Träumer. Ich weiß es selbst nicht so genau, aber wenn ich mich recht besinne, habe ich schon seit jeher kleine Reime geschrieben, vielleicht als Ausgleich zu der eher trockenen Materie in Schule und Beruf.“
So entstanden im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Gedichte, immer angeregt durch einen Auslöser, einen Eindruck, eine Emotion. Ein festes Schema dafür gibt es nicht. Immer wieder war da etwas, das ihn inspirierte.

Berührt – bewegt – beeindruckt
Bemerkt – bedacht – beschrieben
Begeistert – beträumt – bereimt

 

Charlotte Niese

Niese Charlotte sepiaCharlotte Niese war Schriftstellerin, Heimatdichterin und Lehrerin.
Sie wurde am 7. Juni 1854 als Tochter von Emil August Niese, Pastor im damals dänischen Burg auf Fehmarn und später Seminardirektor in Eckernförde, geboren. Charlotte bestand in Eckernförde die Prüfung zur Lehrerin an Höheren Töchterschulen und unterrichtete als Hauslehrerin in der seit 1866 preußischen Provinz Schleswig-Holstein, in der Rheinprovinz sowie als Internatserzieherin in Montreux. Danach zog sie zu ihrer inzwischen verwitweten Mutter nach Plön und begann mit der Veröffentlichung eigener Prosatexte, anfangs noch unter dem männlichen Pseudonym Lucian Bürger. Sie engagierte sich in ihrem literarischen Gesamtwerk für die Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen von Frauen und verfasste sechzig Romane und Erzählbände. Am 8. Dezember 1935 starb sie in Altona.

Amalie Schoppe

Amalie SchoppeAmalie Schoppe wurde am 9. Oktober 1791 in Burg auf Fehmarn als Tochter des Arztes Friedrich Wilhelm Weise geboren. Sie verwendete als Schriftstellerin auch die Pseudonyme Adalbert von Schonen, Amalia und Marie und ist vornehmlich als Kinder- und Jugendbuchautorin bekannt.

Ihr Gesamtwerk umfasst 200 Bände. Bereits in ihrer Jugend beschäftigte sich Amalie Schoppe vor allem mit Sprachen und Medizin. 1814 heiratete sie den späteren Juristen F. H. Schoppe, dem sie drei Söhne schenkte. Nach dem frühen Tod ihres Mannes 1829 sorgte sie durch ihre rege schriftstellerische Tätigkeit für den Unterhalt der Familie. Von 1827 bis 1846 gab sie die Pariser Modeblätter heraus, die auch literarische Beiträge enthielten. Außerdem war sie Mitarbeiterin zahlreicher Zeitschriften und von 1831 bis 1839 Herausgeberin der Jugendzeitschrift Iduna. Von 1842 bis 1845 lebte sie in Jena, dann wieder in Hamburg. Im Jahr 1851 schließlich zog sie zu ihrem Sohn in die USA und starb im Alter von 66 Jahren in New York.

Peter Wiepert

Peter Wiepert 4336 Kollenberg

 Wat büst du mien Fehmarn doch schön...

...so heißt es in einem in plattdeutscher Mundart geschriebenem Lied von Peter Wiepert aus Bisdorf.

Peter Wiepert war ein bekannter Chronist der Insel und er beschreibt in seinen Büchern vortrefflich das „alte Fehmarn" mit seinen Sitten und Gebräuchen, die zum Teil noch immer gepflegt werden. In den Vereinen und auch besonders in den vielen Gilden und Theatergruppen der Insel wird vor allen Dingen auch die plattdeutsche Muttersprache noch sehr gepflegt.
Achten Sie einmal zum Beispiel auf dem interessanten Wochenmarkt jeweils mittwochs auf dem Marktplatz auf die Gespräche der Einheimischen. Gerade dort werden Sie feststellen, wie hier auf der Insel noch die fehmarnsche plattdeutsche Sprache gesprochen und gepflegt wird.

 

Anke Wolff

Anke WolffAnke Wolff wird die „schreibende Insulanerin“ genannt. Sie ist Journalistin und Schriftstellerin und zählt mit mehr als 35 Buchveröffentlichungen zu den erfolgreichen Autoren Schleswig-Holsteins, deren Landesverband Schriftsteller in Schleswig-Holstein Anke Wolff als 2. Vorsitzende angehört und mit leitet. Anke Wolff wurde für ihre Verdienste als Schriftstellerin mit der Ehrennadel der Fehmarnstiftung ausgezeichnet. Sie arbeitet als Zeitungsredakteurin und Kolumnistin und ist für zahlreiche namhafte Buchverlage und Illustrierte tätig.

Nadine Witt

Portrait02 Witt Nadine 20180217Seit 1997 lebt die gebürtige Lübeckerin auf Fehmarn, ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Ihre große Leidenschaft ist seit jeher die Liebe zu Pferden und Büchern.

1975 in Lübeck geboren, absolvierte Nadine Witt eine Ausbildung zur Wirtschaftsassistentin mit den Schwerpunkten Fremdsprachen und Tourismus. Vierzehn Jahre war sie als freie Journalistin beim Fehmarnschen Tageblatt tätig. Aufgrund zehnjähriger Erfahrung ihrer vielschichtigen Tätigkeiten auf einem Ferien- und Reiterhof übernahm sie im Mai 2011 den ehrenamtlichen Vorsitz des Vereins Reiten auf Fehmarn e.V..

Nadine Witt wusste, dass einst grausam zerstückelte Leichenteile von Frauen in ihrem Garten vergraben lagen. Dieses Wissen gruselte und faszinierte Witt gleichermaßen. Was genau war Ende der 60er passiert, wer waren die Frauen und was für ein Mensch war ihr Mörder, Arwed Erik Imiela, der als „Millionär von Fehmarn“ galt? Der Wohnort auf der Insel Fehmarn, Reiten als Hobby, ein großes Interesse an dieser Geschichte und ihre Leidenschaft zu schreiben, waren die Grundlage für die Entstehung ihres ersten Buches, „Der Blaubart von Fehmarn“. Der Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit erschien am 7. November 2013.

Weihnachtsgedichte von Helmut H. Krüger und Walter Neiß

 

Omas Traum

   

 Zeitgemäß

 

Weihnachten steht vor der Tür
und die Verwandtschaft auch.
Jedes Jahr trifft man sich hier –
das ist Familienbrauch.

Vor dem Fest bringt sie sich um,
sie plant und kocht und bäckt.
An die Soße gibt sie Rum –
weil das dem Opa schmeckt.

Heiligabend kurz nach vier,
der Baum ist grad geschmückt,
klingelt´s stürmisch an der Tür –
und Oma ist entzückt.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit
da trifft sich Groß und Klein
und findet die Geborgenheit
in Oma´s  trauten Heim.

Und die Oma freut sich sehr
isst ihre Enkelschar
alle bunten Teller leer –
so wie in jedem Jahr.

   

Man sieht es fahr´n auf allen Straßen,
das Tannengrün zum Weihnachtsfest,
so viel und über alle Maßen,
dass es so manchen grübeln lässt.

Der Trend geht zu drei Weihnachtsbäumen
für´s Fest um´s kleine Jesuskind,
damit wir von der Kindheit träumen,
egal wo wir zu Hause sind.

Willst du der Tradition entfliehen,
dann kauf´ dir einen Palmenbaum.
Vermutlich würd´ dir dies verziehen,
wenn du ihn schmückst mit Kokosschaum,

grad´ so, als wäre Schnee gefallen
im winterkalten Palmenhain.
Den Kindern würde es gefallen,
als Testesser dabei zu sein.

 

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