Edmund Ferner

Ferner EdmundEdmund Ferner hat sich durch Veröffentlichungen und als Reiseleiter einen Namen gemacht. 2009 brachte er das Buch »Deutsch-polnischer Treibsand« und verfasste später das Drehbuch "Lustvolles Leben, ein wahrer Traum" – Ein Interview mit Hemingway zur Nachtzeit, das als Bühnenstück aufgeführt wurde.

Pionier der Völkerfreundschaft
Edmund Ferner gilt als »Pionier der Völkerfreundschaft«. Besonders am Herzen lag ihm immer die Gestaltung einer mitmenschlichen Freundschaftsbrücke zwischen Russen und Deutschen der Nachkriegsgeneration. Als Landeskulturreferent der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Schleswig-Holstein hat sich der Idealist seit Jahrzehnten besonders verdient gemacht, das Anliegen der Landsleute in der alten Heimat und in Schleswig-Holstein, Selbstbestimmung und Kultur zu sichern.

 

Die Insel Fehmarn hatte den Zweiten Weltkrieg ohne Bombenschäden überstanden. Daher war sie für viele Flüchtlinge das rettende Ufer und nahm im Mai 1945 ungefähr 60 000 Menschen auf. Damals zählte die Ostseeinsel Fehmarn 10 500 Einwohner, davon waren 986 gefallen. In Puttgarden, Fehmarnsund und anderen Stellen wurden Auffanglager eingerichtet. 

Von März 1945 bis 1948 kamen rund 12 000 Vertriebene aus dem Osten nach Fehmarn, manche blieben auf der Insel, um hier zu arbeiten und Familien zu gründen. Zum Gedenken an die verlorene Heimat wurde im Stadtpark Burg die »Gedenkstätte Deutscher Osten« mit einer großen Gedenkfeier zum 17. Juni 1981 feierlich eingeweiht. Initiator war Edmund Ferner, damals Ortsverbandsvorsitzender des Bundes der Vertriebenen, heute Landesverbandsvorsitzender. Die Mithilfe der Stadt Burg, der Marine von Staberhuk und vieler Spender machten die Aufstellung möglich. Es wurden bis zu mannshohe Steine mit geschmiedeten Namen und Wappen von Danzig, Westpreußen, Ostpreußen, Pommern, Schlesien und Ost-Brandenburg sowie ein großer Findling mit dem Schleswig-Holstein-Wappen und dem Schriftzug »Das ganze Deutschland soll es sein« enthüllt.