Wendung | deutsch–dänisches Projekt

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Wendung

Das Kunstwerk des Bildhauers Tim Maertens wurde 2013 im Rahmen des deutsch–dänischen Projekts RegioSKILL (Regionalität – Sprache – Kunst – Identität – Lebenslanges Lernen) in Zusammenarbeit mit dem Künstler, Lehrlingen und Ausbildern beider Nationen umgesetzt, mit dem Ziel, die grenzüberschreitende Identifizierung und die räumliche Nähe in der Fehmarnbelt-Region auf einer praktischen Ebene zu veranschaulichen.


Die Edelstahl-Stehlen fügen sich optisch aus zwei Blickwinkeln zu einem Bogen, genau in der Ost-West-Achse, so dass der Bogen so gesehen auch zum Tor wird. Sowohl die Dynamik des Kreisverkehrs als auch der Wind und der stetig sprudelnde Strom von Menschen und Vögeln haben außerdem die gebogenen Formen des zweiteiligen Werkes quasi in Bewegung versetzt.


„Der Schlüssel zur Idee lag in der Jahrtausend alten Geschichte der regionalen Megalithkultur, die hier einen Bogen über 5000 Jahre Kulturgeschichte von Holstein über Fehmarn nach Lolland spannt.“ so Tim Christian Maertens, 1969 in Lübeck geboren, Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, heute als freischaffender Künstler in Lübeck tätig.
Parallel dazu entstand ein Kunstwerk des dänischen Künstlers Erik Rasmussen, für Masnedø-Fortet, Kommune Vordingborg.
RegioSKILL ist eine Kooperation von deutschen und dänischen Einrichtungen der beruflichen Bildung, Kommunen und Städten, Tourismusverbänden sowie der Universität Roskilde. Es verbildlicht als Kreativ-Projekt den Prozess des „Zusammenwachsens“ und wird im Rahmen des EU-Programms INTERREG IV A gefördert.

Teilnehmer: Niklas Wohler, Gunnar Hünicke, Ronny Neumann, Jan Danielzyk, Marc-André Boeck, Jens Roslef, Thomas Poulsen, Per Scott, deutsche Betriebe: Metallbau Grebien GmbH (Fehmarn), Sicherheitstechnik Jörg Ehlers (Eutin
Der Laserschnitt wurde gesponsert durch die Firma: Otto Hinrichsen, Metallbau, Lübeck

 

 

Der Künstler und sein Werk


Tim Christian Maertens, geb. 1969 in Lübeck, ist seit 1995 als freischaffender Künstler in Karlsruhe und Bliestorf. Nach einer Ausbildung zum Steinbildhauer in Bremen studierte er Kultur-/Kunstwissenschaft und Philosophie an der UNI Bremen und Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. 2002/2003 war er Meisterschüler bei Stephan Balkenhol. Er stellt im In- und Ausland aus und arbeitet in Projekten sowie Theaterproduktionen im In- und Ausland.
Der Schlüssel zur Idee des Kunstwerks lag in der Jahrtausende alte Geschichte der regionalen Mega-lithkultur, die hier einen Bogen über 5000 Jahre Kulturgeschichte von Holstein über Fehmarn nach Lolland spannt.
Die zwei aus Edelstahl gefertigten Stelen fügen sich optisch nur aus zwei Blickwinkeln zu einem Bo-gen zusammen. Diese liegen genau in der Ost-West Achse so dass der Bogen so gesehen auch zum Tor wird. Sowohl die Dynamik des Kreisverkehrs als auch der Wind und der stetig sprudelnde Strom von Menschen und Vögeln haben außerdem die gebogenen Formen des zweiteiligen Werkes quasi in Bewegung versetzt. Die Verdrehung innerhalb der Körper und ihre Stellung zueinander kann man auch als Begegnung, als ein Sich-gegenseitig-Zuwenden lesen. Das Kunstwerk schlägt also auf seine Art einen Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft.

Zum Hintergrund des Projektes
RegioSKILL steht für Regionalität - Sprache – Kunst – Identität – Lebenslanges Lernen. Das Projekt wird von der Handwerkskammer Lübeck in Kooperation mit insgesamt acht deutschen und dänischen Partnern durchgeführt. Projektpartner sind:

• In Deutschland: HWK Lübeck (Leadpartner); Stadt Fehmarn; Stadt Eutin; Ostsee-Holstein Tourismus e.V.
• In Dänemark: Berufsbildende Schule CELF, Roskilde Universität, Kommune Vordingborg, Kommune Lolland, Østdansk Turisme

In dem Projekt RegioSKILL wollen die Projektpartner die grenzüberschreitende Identifizierung und die räumliche Nähe in der Fehmarnbelt-Region auf einer praktischen Ebene anschaulich machen und den Dialog zwischen Künstlern, Lehrlingen/Schülern, Studierenden/Universitätsdozenten, Ausbil-dern/Lehrern, Vertretern von Kommunen/Städten sowie Institutionen zum Thema „Regionale Identität“ fördern. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der gemeinsamen modellhaften Umsetzung von Krea-tiv-/Kunst-Projekten, die den Prozess des „Zusammenwachsens“ praktisch verbildlichen. Mit der ge-meinsamen Umsetzung von kreativen Ideen zur regionalen Identität in Form von Kunstwerken, einer künstlerischen Landkarte sowie kleinen „Giveaways“, soll die Wahrnehmung des gemeinsamen Wachsens gefördert werden – sowohl für die Einwohner/innen als auch für Touristen. Die gesamten Prozesse werden wissenschaftlich durch Dozenten und Studierende der Universität Roskilde begleitet.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer Lübeck
Angela Siegmund (Projektkoordinatorin RegioSKILL)
Breite Str. 10/12, 23552 Lübeck
Tel-Nr.:0451/1506-264
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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